Weinen… Sich für einen Moment in Trauer und Schmerz einlassen…

Einfach so, weil ich verzweifelt bin, weil ich mich nicht gut fühle, weil ich mich selbst gerade nicht mag, weil die Situation, in der ich gerade bin, mich verzweifeln lässt.

Ist das erlaubt?

Ist Schmerz erlaubt? Für mich, für Dich?

Wenn ich zulasse, mir zugestehe, ganz in meinen Schmerz einzutauchen, spüre ich, wie er Freiraum macht für Freude, Leichtigkeit.

Dann verbinden sich in mir die Welten. Business und Spirit, männlich und weiblich, hässlich und schön, alt und jung, dumm und weise.

Im Gewahrsein meiner eigenen Dualität, im Fühlen all meiner Gefühle – das spüre ich tief in mir – kann ich heilen, ganz sein, Ich sein.

So kann die Welt heilen, die Erde, die Menschheit, Du und ich.

Wenn ich mein Gefühl einfach wahrnehme als das, was es ist. Der Ausdruck meines aktuellen Ich, kann ich es in der bedingungslosen Liebe annehmen. Dann verliert es die Bewertung, ich kann es nach Hause holen. Das Drama geht. Die Kraft kommt.

Die Kraft kommt aus dem „sich einlassen“. Sie kommt aus der Verbindung von allem in mir.

Wenn ich mich in den Medien umsehe, dann hat sich vieles verändert und einiges ist doch gleich geblieben.

Verändert hat sich:

Wir werden aufgefordert, unsere Gefühle zu leben, zu erkennen, auszuleben und zu sein, zu zeigen, wer wir sind.

Viele der Speaker und „Vorangeher“ zeigen ihre „Schwächen“

Ja, ich habe sogar das Gefühl, je mehr „Nahtode“, „Krankheiten“ und „Dramen“ jemand durchlebt hat, umso mehr Zulauf erhält er oder sie im Moment.

Viele sprechen in uns genau das an, was wir suchen: Das Gefühl, wir sind alle gleich. Ob dabei immer alle authentisch sind? Ich habe die Vermutung, viele nutzen einfach den Trend für die Befriedigung ihres eigenen „Allein sein Gefühl“.

Verrückte Welt, denn NICHT verändert hat sich:

Wer mag schon „Verlierer“, die genau in dem Moment auf der Bühne stehen, in dem sie sich wie ein Verlierer fühlen und gleichzeitig wissen, dass in und mit ihnen eine große Kraft ist, die immer da ist?

Wer liest schon Texte von Menschen, die gerade keine Ahnung haben, wo der Weg hingehen soll und die dennoch frohen Mutes sind, weil sie wissen, dass sie vom Fluss des Lebens immer getragen sind?

Nein, da muss schon noch etwas mehr für uns sein, damit wir den Menschen als Lehrer oder Vorangehenden akzeptieren. Er und sie müssen weiter machen mit ihrer Geschichte für uns. Aus dem Nahtot mitten rein in die Erleuchtung, aus der Krankheit in die Vollkommenheit, …

Die Suche nach der Einheit.

Egal, was wir im Aussen wahrnehmen. Wir wollen ein „happy end“.

Wir wollen kein Jammern und Zetern, denn davon haben wir selbst genug in uns. Zu sehr fühlen wir uns getriggert von dem Schmerz. Zu sehr erinnert er uns an unseren eigenen Schmerz.

Wir wollen SEHEN, dass es Lösungen gibt.

Was wäre, wenn es wahr ist?

Wenn es uns als Menschen nicht darum geht, einfach so in der Leichtigkeit, Fülle und Kraft zu leben (denn das könnten wir sofort und jederzeit, weil DAS das ist, wofür wir alle wirklich hier sind).

Wenn es uns darum geht, die Dualität anzuerkennen, die wir selbst geschaffen haben?

Wenn es genau das ist, was wir wollen? Durch den Schmerz und die „negativen“ Gefühle hindurchtauchen, damit wir erkennen, auch das ist gut, denn es gehört zu uns?

Wenn genau hier die Heilung liegt. Deine Heilung, die Heilung der Welt.

Es gibt sie!

Es gibt für JEDEN von uns die Phasen, in denen wir NICHT wissen, wie es weiter geht.

Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, der noch niemals an sich gezweifelt hätte, der frei ist von Ängsten, der seine Emotionen jederzeit sofort im Griff hat. Selbst Jesus war „erzürnt“ über manche Situationen.

Der Unterschied?

Jesus (oder Buddha oder wen auch immer Du als „Erleuchtet“ anerkennst) hätte sich niemals für seine „negativen“ Gefühle geschämt. Denn er wusste, als Mensch, gehört alles zu allem. Als das hohe geistige Wesen, das wir alle auch sind, ist alles eins. Und hier und jetzt sind wir als Mensch, in einem Körper, auf dieser Wunder-vollen Erde. Und das genau ist unsere Herausforderung. Dass wir als geistige Wesen hier sind, jetzt sind, sind. I am.

Von aussen betrachtet ist der eine existenziell getriggert, in einer solchen Zeitperiode der „negativen Gefühle“, der andere „selbstgemacht“.

Selbstgemacht ist alles. Immer.

Warum?

Weil wir immer die Schöpfer unseres Lebens sind.

Warum sollte es nicht erlaubt sein, einfach mal nach draussen den tiefen inneren Schmerz zu zeigen?

Gefühle in Worte zu fassen ist für mich nicht leicht. Weil Worte täuschen können. Weil meine Gefühle mich noch nie getäuscht haben. Spürst Du die Divergenz?

Ich wage dennoch einen Versuch. (Im NLP habe ich gelernt, dass die Verben „versuchen“ und „wagen“ bereits voraussetzen, dass ein Thema nicht erfolgreich gelöst werden kann – stimmt, wenn ich daran glauben würde, wäre es vermutlich so.;-) )

Ich glaube, dass es Dir manchmal genauso geht.

Ich habe seit jeher den eigenen Anspruch an mich selbst, perfekt sein zu wollen, perfekt sein zu müssen.

In einer Welt, die vollkommen unperfekt genau deshalb so Wunder-voll ist.

Immer wieder stellte ich mir die Frage, was perfekt nun wahrlich bedeutet?

Es ist ein subjektives, formbares Adjektiv oder Adverb, das immer und jederzeit mit dem zu tun hat, der es in seinem Sprachgebrauch verwendet.

In meinem Sprachgebrauch bedeutete es für lange Zeit:

  • Ich muss immer und immer mehr meine Kraft, meine Fähigkeiten, meine Stärke und mein Vorangehen nach aussen zeigen
  • Wenn ich Tage habe, an denen ich emotional aufgewühlt bin, mich nicht so gut fühle, an denen sich mein Schmerz und meine Trauer zeigen wollen, dann muss ich genau an diesen Tagen
    • weg bleiben vom aussen
    • alles tun, um so schnell wie möglich wieder in meine positiven Schwingungen zu gehen
    • arbeiten und mich im aussen ablenken
    • mich mit etwas schönem beschäftigen, damit ich schnellstens wieder in hohe Schwingungen komme
  • In meinem Beruf kann ich mich erst dann im aussen zeigen,
    • wenn ich ALLE „negativen“ Gefühle in mir und in der Welt in „positive“ Gefühle umgewandelt habe
    • wenn ich selbst die Dualität in mir vereint habe
    • wenn ich perfekt bin

Heute bin ich perfekt, denn perfekt bedeutet für mich, dass ich mich als die wahrnehme, die ich bin, perfekt in meinem „nicht perfekt sein“.

Ich bin stark und eine Vorangeherin, eine Wegweiserin. Ich bin meist in den höchsten Schwingungen unterwegs, die Arbeit mit mir ist abgefahren und hoch-frequent, mega wirksam und aussergewöhnlich. Ich liebe das Leben und alles das ist. Und vor allem liebe ich mich (immer mehr) genau so, wie ich bin, und Dich, genauso wie Du bist.

Ich bin AUCH die Zweiflerin, die sich selbst immer wieder hinterfragt, die Verletzte, die ihre Wunden sieht und leckt, die Enttäuschte, die am Ende einer Täuschung erst einmal sehen muss, wie es nun weiter geht, die Verirrte, die immer wieder einmal den Weg neu justiert, die Verliererin, die manchmal zu spät Formate und Konstrukte loslässt, die Drama Queen, die gerne auch mal schreit, weint, EMOTIONAL ist. Ich bin die, die Dich gut so sein lassen kann und die bei sich selbst nach „Fehlern“ sucht…

Ich bin wunderbar pefekt in meinem un-perfekt sein, denn ich bin Mensch, Heilerin, Transformatorin, Bewusstmacherin. Ich bin.

Weil es das ist, was ich liebe. Weil ich das hier sein liebe.

Das, was sich vollkommen verändert hat IN MIR ist, dass ich NICHT getröstet, abgelenkt,… werden möchte, wenn ich spüre, dass eine „negative“ Emotion sich zeigt. Ich will sie fühlen, ich will eintauchen, bis ich weiß, dass ich sie ganz und gar in mir integriert habe. Als das, was sie ist. Eine Emotion. Selbst gemacht. Zu mir gehörend. Nährend und bereichernd, Kraft spendend.

Was passiert? Manchmal zeigt sich die Emotion irgendwann doch wieder. Dann erlebe, lebe, integriere ich sie eben wieder und wieder. Und meist ist es so, dass ich nach vielen Monaten feststelle, dass die Emotion sich – ganz automatisch – nicht mehr zeigt.

Ganz ohne mein Zutun ist diese Emotion dann einfach. Ohne sich Ausdruck zu suchen, suchen zu müssen.

So, in der tiefen Anerkennung und Liebe meiner eigenen Unperfektheit fühle ich, wie die Kraft in mir, das Licht und die Verbindung mit allem das ist wächst und gedeiht.

Ob der Weg bis hierher leicht war?

Sicher nicht. Liebe Leichtigkeit und Freiheit sind meine obersten Werte und als „perfekte“ Michaela wollte ich es mir gerade eben NICHT leicht machen, um noch besser alle Menschen zu verstehen, um noch besser und immer wieder die Erfahrung von „nicht perfekt“ zu machen.

Im NLP gibt es den Ausdruck „pacen“ / Rapport.

Rapport bedeutet auch, einen tiefen Kontakt zu dem Unbewussten des anderen aufzubauen, mit dem anderen auf eine Wellenlänge zu kommen. Rapport entsteht auch durch bewusstes oder unbewusstes Angleichen aneinander.

Heute habe ich verstanden, dass mein Unterbewusstsein das mit dem „Rapport“ sehr ernst genommen hatte. Ich habe nicht nur mit jedem und allem um mich gepacet, wo ich konnte, ich hatte mich dabei selbst verloren.

Warum?

Weil ich perfekt sein wollte.

Perfekt zu sein ist eine Illusion der Menschen. Gleichzeitig ist es unser wahres Sein als hohe geistige Wesen, die wir sind.

Eine Illusion, denn Du, ich, wir alle sind schon heute perfekt. Wir sind alles, das wir sein wollen zu jedem Zeitpunkt und immer.

Wir woll(t)en unperfekt sein, um die Dualität bis in die tiefsten Tiefen zu erfahren.

Die Energien schwingen täglich höher. Wir sind mittendrin in einer 10-tägigen Welle von Portaltagen, der letzte Supervollmond steht am Himmel.

Es ist die beste Zeit,

  • Schritt für Schritt unsere Dualitäts-Gelübde anzusehen, um sie ein für alle mal zu verabschieden, zu transformieren, loszulassen
  • unsere Emotionen (endlich) zu erkennen, hindurch zu tauchen und sie in unser Sein LIEBEND zu integrieren („ja, so bin ich auch, ruft Deine Seele aus ihrer Tiefe„)
  • uns wahrlich selbst zu ver-wirk-lichen.

Wenn Du ganz in Deinem Sein ruhst, erfährst Du, dass jede „negative“ und auch jede „positive“ Emotion einfach da sind. Sie „machen“ nichts mit Dir. Sie wollen auch nicht grösser oder kleiner gemacht werden. Sie wollen einfach nur anerkannt werden. Von Dir. So wie Du selbst anerkannt, geliebt sein willst. Von Dir.

Erfahren wir unsere Dualität als das, was sie ist, erleben wir unsere innere Wahrheit.

Denn hinter unserem Wunsch, die Dualität zu erfahren und zu erleben steht die Freiheit.

Diese Freiheit und Kraft, die wir in unserem Menschsein JETZT und hier leben dürfen.

Heute schon und für jeden genau dann, wann Du es Dir erlaubst.

Wenn Du es Dir HEUTE schon erlaubst, frei zu sein, dann freue ich mich auf Dich am Achensee…

In Liebe zu mir und zu Dir, weil alles eins ist.

Bei der Suche nach einem Bild für meinen Blog fiel mir auf, dass es keine Bilder einer weinenden Michaela gibt. Ich frage mich, warum? Und Du kennst die Antwort 😉